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Massivholz ohne Charaktermerkmale

Unser Massivholz

jeder Baum einzigartig gewachsen

Holz ist der vielleicht älteste Werkstoff der Menschen und erfreut sich immer noch grösserer Beliebtheit. Holz und die Farbtöne von Holzoberflächen sind Ausdruck der Natürlichkeit und wirken dementsprechend harmonisch auf die Menschen. 

Bei der Auswahl von Holz, Furnier und Holzwerkstoffen, die bei Willisau Switzerland verwendet werden, wird allergrösste Sorgfalt angewandt. Unterschiedliche Farbtöne und Strukturen, kleine Risse, leichter Verzug, Verwachsungen und Äste sind natürliche Eigenschaften des Werkstoffes und können nicht immer zwingend verhindert werden. Im Gegenteil unterstreichen diese Eigenheiten seine Natürlichkeit und machen genau Ihr Möbel aus - es ist ein Unikat !


Merkmale

Die individuelle Zeichnung, die eigene Maserung und die Einzigartigkeit jeder Oberfläche machen den Charme aus. Zur Verarbeitung unserer Möbel verwenden wir vorwiegend einheimische und europäische Hölzer. 

Bekanntlich wird Holz immer wieder als lebendiges Material bezeichnet. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Wärme und Wohnlichkeit, die es ausstrahlt. Holz ist ein hygroskopischer Baustoff. Darunter ist zu verstehen, dass es seinen Feuchtigkeitshaushalt dem Umfeld anpasst. Sinkt beispielsweise im Winter die Luftfeuchtigkeit der beheizten Wohnumgebung, gibt Holz Feuchtigkeit an den Wohnraum ab, im Sommer verhält es sich genau umgekehrt. 

Diese Wechselwirkung erzeugt ein Quellen (Dehnen) und Schwinden (Zusammenziehen) des Materials. Die Natur stellt uns hier vor eine grosse Herausforderung, denn während das Holz in der Längsrichtung beinahe starr bleibt, bewegt es sich parallel zu den Markstrahlen (2) und noch viel stärker parallel zu den Jahresringen (3). Wie die Abbildung verdeutlicht, bedeutet dies im Falle einer Tischplatte, dass sie sich längsverleimt in der Länge kaum verändert, in der Breite jedoch deutlich variieren kann.

Massivholz_Querschnitt.JPG#asset:1173

Wir empfehlen deshalb eine konstante Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur einzuhalten. Durch unsere Konstruktion wird ein bestmögliches Quellen und Schwinden  des Holzes ermöglicht. Jedoch sind kleinere Haarrisse, besonders zu den Übergangszeiten mit sehr hohen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen, bei einer Massivholzplatte nicht immer ganz zu vermeiden. Wir machen darum darauf aufmerksam, dass man in den trockenen und kalten Wintermonaten, die relative Luftfeuchtigkeit nicht unter 40% absinken lassen sollte (ideale Luftfeuchtigkeit im Raum = 50%-60%).

Auf vielseitigen Wunsch hin, bieten wir unsere Tische der PREMIUMline neu auch längsmassiv an. Im Wissen darum, dass es sich damit um natürliche Unikate von aussergewöhnlicher Lebendigkeit handelt, die gerade in dieser Konstruktionsart kaum zu bändigen sind, weisen wir explizit darauf hin, dass vor allem eben längsmassive Tischplatten sehr sensibel auf wechselnde Temperaturen und Luftfeuchtigkeit reagieren. Die längsmassiven Holz-Tischplatten reagieren auf diese Veränderungen, indem sie (das Holz) "arbeiten", was bedeutet, dass im Laufe der Zeit kleinere Absätze/Versprünge und Unstimmigkeiten sowie Tischplattenverwerfungen entstehen können. 


Konstantes Raumklima
Luftfeuchtigkeit: zwischen 50 und 60 % 
Raumtemperatur: 18 bis 23 °celsius

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Bei feuchter Luft nimmt trockenes Holz die Luftfeuchtigkeit auf. Es kommt zu einer vergrößerung der Zellwände. Die Form des Holzes ändert sich, es wird größer.

Quellen
Luftfeuchtigkeit: über 60 % Luftfeuchtigkeit

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Bei feuchter Luft nimmt trockenes Holz die Luftfeuchtigkeit auf. Es kommt zu einer vergrößerung der zellwände. die Form des Holzes ändert sich, es wird größer.

Schwinden
Luftfeuchtigkeit: unter 40 % Luftfeuchtigkeit

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Bei trockener Luft geben feuchte Holzzellen Feuchtigkeit ab. Die Zellwände werden dünner. Diese Verkleinerung nennt man Schwinden.

Unterschiedliche Lichteinflüsse können das Holz in der Farbe verändern. Wir bitten deshalb darum, auch die Verlängerung der Holztischplatte, vor allem in der Anfangszeit, möglichst oft (Tisch ausgezogen) den verschiedenen Lichteinflüssen auszusetzen.

Schwinden, verziehen (quellen, wachsen), schüsseln (verwerfen), leichte Riss- und/oder Fugenbildungen und Verfärbungen sind also naturbedingt (durch die Natur verursacht), entsprechen dem heutigen Stand der Technik und sind kein Grund zur Beanstandung.

Masstoleranzen:
Stärke: +/- 2%
Breite: +/- 3%
Länge: 1 mm je Laufmeter
„Verwerfung/Schüsselung“: 1 mm je 10 cm Plattenbreite (gilt als normal und ist zu akzeptieren)
Holzfeuchtigkeit: Die Veränderung um 1% bewirkt eine Massänderung von ca. 0,6%

Die Holzfeuchte beträgt bei Produktionsende ca. 7-10%. Durch die natürliche Nachtrocknung von Massivholz sind kleine Haarrisse (vor allem im Bereich der Äste) nicht zu vermeiden. Die fallen bei farbloser Behandlung, Behandlung in Holzfarbtönen oder bei unbehandelten Produkten praktisch nicht auf. Bei deckender Oberflächenbehandlung kann sich diese Rissbildung jedoch sichtbar abzeichnen. Dies ist leider unvermeidlich. 

Die Holzstruktur (Maserung) wird bei den Massivholztischen von der Platte zur Klappeinlage (Verlängerung), aufgrund der dafür notwendigen, immensen Baumstammlängen, nicht fortlaufend sein!

Ölen oder lackieren ?

„Zurück zur Natur“ – Ein Trend, welcher auch in der Möbelbranche längst Einzug gehalten hat. Immer höher wird der Anteil an naturbelassenen Produkten, doch welche Möglichkeiten bieten sich dem Kunden?

Lackierte Oberfläche
Lackierte Oberflächen sind mit einem widerstandsfähigen Polyurethanlack behandelt. Er belebt die Struktur des Holzes und ergibt eine teilweise geschlossenporige Oberfläche. Der Lack härtet die Oberfläche und schützt diese weitgehend vor jeglichen Flecken. Zudem ist die Oberfläche säure- und alkoholbeständig. 

Vorteile:
Wartungsfrei; keine spezielle Pflege notwendig. Die Oberfläche kann zur Reinigung und Pflege mit warmem Wasser, wenn nötig mit etwas Spülmittel gereinigt werden. Es gilt die Regel: weniger ist mehr! Verwenden sie aber keine abrasiven Mittel (wie bspw. Vif, ...). Am besten verwendet man ein sauberes, angefeuchtetes Baumwoll- oder Mikrofasertuch. Anschliessend ist die Oberfläche mit einem weichen trockenen Tuch nachzutrocknen.

Lacke besitzen einen UV-Schutz, welcher die farbliche Veränderung durch den Sonnenlichteinfluss verzögert. Die Oberfläche ist zudem widerstandsfähiger gegen Wasser, Alkohol und Lösungsmittel. 

Nachteile:
Reparaturen können nur durch den Fachmann vorgenommen werden.

Geölte Oberfläche
Unsere geölten Oberflächen werden mit einem lösemittelfreien, rein biologischen Spezial-Naturöl ohne synthetische Zusatzmittel behandelt. Es belebt die natürliche Schönheit und Struktur des Holzes und ergibt eine offenporige, ganz leicht seidenglänzende Oberfläche. Das Öl dringt in das Holz ein und schützt dieses von innen. Die geölte Oberfläche ist dadurch antibakteriell und antistatisch. 

Vorteile: 
Natürliche Oberfläche. Das Öl ergibt eine feuchtigkeitsabweisende Oberfläche. Der Schutz gegen Säuren und Alkohol ist je nach Zustand der Oberfläche von einigen Minuten bis zu einigen Stunden gewährleistet. Da die Öle in das Holz eindringen, wird die Holzoberfläche richtig als Holz empfunden und fördert eine kontrastreiche Farbausprägung des Massivholzes. 
Die Oberfläche kann ebenfalls mit lauwarmem Wasser gesäubert werden. Zusätze sind nicht nötig. Am besten verwendet man ein sauberes, trockenes - oder nur leicht feuchtes Baumwolltuch. Verschüttete Flüssigkeit muss sofort mit einem sauberen trockenen Lappen oder Haushaltspapier aufgesogen werden.  


ACHTUNG: Verwenden Sie nie und auf keinen Fall Scheuermittel, Spülmittel oder eine Möbelpolitur zur Reinigung.

Kleinere Schäden an der Platte können selber behoben werden. Es ist möglich Kratzer, kleine Druckstellen und Flecken zu beheben.

Vorgehen bei kleineren Kratzern oder permanenten Verschmutzungen (z.B. wasserfester Moosgummistift o.ä.): Benutzen Sie dazu den Scotch (1) des Willisau- Pflegesets. Geben Sie darauf etwas Öl und schleifen Sie damit den Tisch in Faserrichtung (2) ab. Anschliessend sofort das Öl, welches nicht in die Poren eindrang, mit dem beigelegten Baumwolltuch (3) entfernen. Verwenden Sie dabei nie Microfaser- oder Ledertücher. 

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Vorgehen zur Behebung starker Gebrauchsspuren:
Schleifen Sie den Tisch mit einem Schleifpapier Körnung 220 in Faserrichtung. Waschen Sie den Staub mit einem feuchten Tuch ab und lassen Sie den Tisch eine Nacht trocknen. Anschliessend Tisch nochmals in Faserrichtung mit Scotch feinschleifen. Danach mit einem Baumwolltuch Öl auf die rohe Oberfläche auftragen. Schlussendlich entfernen Sie das Öl, welches nicht in die Poren des Holzes eindrang.

Nachteile:
Der Tisch muss regelmässig nachgeölt werden (der Zeitpunkt des Nachölens richtet sich nach der Beanspruchung der Holzoberfläche - bei normaler Benutzung ca. 1 – 2 mal pro Jahr). Verwenden Sie dazu bitte das von uns mitgelieferte oder nachgekaufte Pflegeset (Öl) und befolgen Sie dazu unbedingt die Pflegeanleitung für geölte Tische von Willisau Switzerland.

Beide Behandlungsmethoden haben Ihre Vor- und Nachteile, welche entsprechend den Bedürfnissen des Besitzers abgewogen werden müssen. Grundsätzlich ist für Kunden, welche einen wartungsfreien Tisch wollen, ein lackiertes Produkt zu empfehlen. Und ein geöltes Produkt für Kunden, welche die Natürlichkeit der Oberfläche, wie auch die Möglichkeit eine kleine Reparatur selbständig durchzuführen, schätzen. Wie bereits erwähnt, bedarf die geölte Oberfläche einer regelmässigen Pflege. Sie bietet dafür aber die Option, kleinere Reparaturen selbst vorzunehmen.

Massivholz mit Charaktermerkmalen

Merkmale

Im Besonderen die wildere Struktur jeder Massivholzplatte ist einzigartig. Das ergibt Esstische mit sehr ausdrucksstarker, lebendiger Maserung. Die individuelle Zeichnung, die eigene wildere Maserung und die Einzigartigkeit jeder Oberfläche, werden bei der Auswahl von Massivholz mit Charaktermerkmalen ganz besonders berücksichtigt. Äste und Verwachsungen sowie Haarrisse in der Holzoberfläche erhöhen dabei nur die Authentizität des jeweiligen Massivholztisches.

Naturbedingte Astlöcher in der Tischplatte werden unsererseits mit einer dunklen Spezialmasse gefüllt, sauber verarbeitet und oberflächenbehandelt. Dabei kann nicht ausgeschlossen, resp. verhindert werden, dass durch das Arbeiten des Holzes kleinere Füllmassen-Teilchen ausbrechen. 

Speziell beim Ulmenholz gibt es naturbedingt erhebliche Farbunterschiede. Wir dämmen dies entsprechend ein, indem das Ulmenholz bei uns vor der Verarbeitung gedämpft wird. Die Farbabweichungen wären sonst noch viel erheblicher. Der neu, individuell für Sie gefertigte Tisch kann deshalb aber trotzdem farblich vom gesehenen Ausstellungstisch oder Holzmuster abweichen.

Die Massivholz-Klappeinlagen (Tischverlängerungen) weisen, aufgrund ihrer "kleinen" Grösse, nicht zwingend Charaktermerkmale (Verwachsungen, Äste, ...) auf.

80 bis 140 Jahre muss ein Baum wachsen, bevor er sich für die Verarbeitung eignet. In dieser Zeit entwickelt jedes Holz sein ganz eigenes und unverwechselbares Charakterbild. Äste und Verwachsungen unterscheiden sich daher naturbedingt immer in Form, Größe und Anzahl und machen jeden Tisch zum Unikat.